“Un techo para mi país” /Ein Dach für mein Land


• Ein wenig zur Geschichte

Un Techo Para Mi País“ ist eine lateinamerikanische Organisation, die 1997 in Chile von einer Gruppe junger Studenten ins Leben gerufen wurde. Sie setzten es sich zum Ziel, der extremen Armut entgegenzuwirken, in der Millionen von Menschen in prekären Siedlungen leben. Ihre Idee war, Notunterkünfte zu konstruieren und in den Gemeinden soziales Wirtschaften und somit deren Entwicklung zu fördern. Auf diesem Weg wollten sie der Gesellschaft vor Augen führen, dass der Mangel an Möglichkeiten und die schlechten Lebensdedingungen in denen mehr als 200 Millionen Lateinamerikaner lebten und bis heute leben, eine Ungerechtigkeit ist an der alle Teil haben.

Der Gemeinschaftssinn der jungen Leute war grenzenlos und so eröffneten sie mit dem klaren Konzept der gemeinschaftlichen Arbeit 2001 das erste Büro in Lateinamerika. In jedem Einsatzort, werden die Massnahmen dahingehend angepasst, dass sie den Herausfoderungen des jeweiligen Landes entsprechen.

 

Heute arbeitet „Un Techo Para Mi País“ in 15 Ländern, getragen von tausenden Freiwilligen und Gemeinden, die für einen gerechteren Kontinent kämpfen.

 

Nach dem Errichten von Notunterkünften, beginnt „Un Techo Para Mi País“ mit dem Aufbau einer Ökonomie in den Gemeinden. Zu diesem Zweck werden verschiedene Sozialpläne erstellt und zusammen mit einem gezieltem Aktionsprogramm umgesetzt. So wird gleichermassen versucht, für die ansässigen Menschen, Familien und Gemeinden, ein auch wirtschaflich beständiges Umfeld zu schaffen.

Mikrokredite sind ein Teil dieses Aktionsprogrammes, welches darauf zielt die Anfälligkeit und soziale Ausgrenzung dieser Gemeinden zu bekämpfen und sich, um eine langfristige Verbesserung der Lebensqualität zu erzielen, auf die Mobilisierung des vorhandenen physichen, menschlichen und sozialen Kapitales konzentriert.

In drei Etappen (Gründung von Solidaritätsgruppen, Vergabe von Mikrokrediten, Begleitung und Nachbereitung) versucht der  Mikrokreditplan den Unternehmergeist, die Geschäftstüchtigkeit und die Verbesserung der sozialen Netzwerke zu fördern. Auch die schwächsten Gemeinden sind dazu fähig, aus der Armut auszubrechen und eine eigene Wirtschaft voranzutreiben. Daher ist es von fundamentaler Bedeutung, für sie die treffenste Methode zu finden und voranzutreiben.

Der Mikrokreditplan wird von Freiwilligen verwaltet, was seine Methodik und Politik noch herausforderner gestalltet. Es ist grundlegend, das die Freiwilligen  fest an die Menschen, die sie begleitem glauben, und so die Unternehmer ermutigt ihr Einkommen erfolgreich zu erhöhen und beständige Geschäftspraktiken zu entwickeln.
Das  primäre Ziel des Mikrokreditplans ist, dass die Gemeinden selbst die Unternehmen anstossen, eine Stabilität des Geschäftes erreichen und soziale Netzwerke schaffen. Der Mikrokreditplan ist eine Strategie die dazu beiträgt das Leben der Bewohner von Armensiedlungen entscheident zu verbessern.


• Was sind Ihre Aufgaben als Freiwillige/r?

Es gibt verschiedene Teilbereiche in denen Sie tätig werden können. Wir empfehlen Ihnen, in allen zu arbeiten, da sie alle untereinander verknüpft sind und sich so Ihr Aufgabenbereich erweitert.

Bildung, Gesundheitserziehung, Agrarwirtschaft und Hausbau. Sie können einen dieser Teilbereiche auswählen und an dem wöchentlichen Treffen teilnehmen, um die Aktivitäten in den Gemeinden zu planen. Die Sozialarbeit findet jeden Samstag von 14:00 bis 16:00 in den Gemeinden statt, wo sie Workshops, Bildungsangebote oder Gesundheitsprojekte – je nachdem wofür Sie sich entschieden haben – betreuen.

Hausbau: Obgleich Montevideo auf den ersten Blick sehr europäisch wirkt, leben an den Stadträndern viele Menschen in selbst errichteten Häusern. Als Baumaterialen dienen Metall- und Kartonplatten und häufig verfügen die Häuser nicht einmal über elementare sanitäre Einrichtungen. Es werden Freiwillige benötigt, die in einem Team zusammen mit anderen Freiwilligen und Bewohnern der Siedlungen stabilere, kompfortablere und sicherer Holzhäuser errichten. Sie werden die Siedlungen gemeinsam mit Freiwilligen-Koodinatoren, die die Gegend gut kennen, besuchen und dort den Bedarf ermitteln und Pläne zur Errichtung der Holzhäuser entwickeln. Dannach helfen Sie selbst auf den Baustellen.

Sie werden ebenfalls die Arbeit im Projektbüro in Montevideo unterstützen. (u.a. Administration, Kapitalverwaltung, Finanzierung)

Diese Freiwilligenarbeit erfordert ein hohes Mass an Flexibilität und Initiative. Es gibt viel zu tun und Ihr Entusiasmus, Ihre Vorschläge und Ideen werden der Organisation helfen, ihre Ziele voranzutreiben.

Sie können bereits während des Sprachkurses mit Ihrer Freiwilligenarbeit beginnen.

• Spanischkurs

Freiwillige absolvieren einen Spanischintensivkurs von zwei, drei oder vier Wochen Dauer in unserer Sprachschule La Herradura in Montevideo. Es ist wichtig über entsprechende Sprachkenntnisse zu erfügen um vor Ort mit den Freiwilligen, Koordinatoren und Siedlungsbewohnern kommunizieren zu können.

• Unterkunft

•  Während der Teilnahme am Spanischkurs in Montevideo: Ein Einzelzimmer in der Schulresidenz gemeinsam mit anderen Studenten der Schule. Mahlzeiten sind nicht inbegriffen, jedoch verfügt die Residenz über eine voll ansgestattete Küche. (Doppelzimmer können gebucht werden, wenn zwei Studenten zusammen verreisen.)

Unterkunft während der Freiwilligentätigkeit: Nach einem Monat Aufenthalt in der Schulresidenz werden wir dem Freiwilligen helfen, eine gute und preiswerte Unterkunft zu finden. Dies kann z.B. ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft mit Einheimischen sein.

Bitte beachten Sie:

 

• Freiwilligenarbeit ohne einen Spanischkurs ist nur möglich, wenn Sie bereits über sehr gute Sprachkenntnisse verfügen. In diesem Fall entfällt die Anmeldegebühr. Preise auf Anfrage.

 

• Ein Doppelzimmer kann nur gebucht werden, wenn Sie gemeinsam mit einem Freund/in /Partner/in /Familienmitglied etc. buchen.

 

• Die Unterkunft in der Schulresidenz beginnt am Sonntag vor dem ersten Kurstag und endet am Samstag nach dem letzten Kurstag.

 

• Zusätzliche Wochen können gebucht werden. Preise auf Anfrage.

 

 

Sind Sie die Person nach der wir suchen?

 

Sind Sie engagiert, enthusiastisch, bereit für eine Herausforderung und möchten Sie dort helfen, wo Ihre Hilfe wirklich gebraucht wird, dann kontaktieren Sie uns! Spanischvorkenntnisse und ein wenig Erfahrung in Gemeindearbeit sind von Vorteil, sie werden jedoch all die Hilfe und Anleitung bekommen, die Sie benötigen. Sie müssen bereit sein mit geringen Mitteln in sozial benachteiligten Siedlungen zu arbeiten und benötigen ein gewisses Mass an körperlicher Fitness.